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Karlheinz Töchterle, Rektor der Universität Innsbruck, spricht sich beim traditionellen PRunch von hofherr communikation in der Andreas Hofer Stube in Bozen für drei starke Universitäten in der Europaregion Tirol aus.
Bozen, 3. Dezember 2009. Innsbruck, Bozen und Trient. Universitätsrektor Karlheinz Töchterle wünscht sich in den „Hauptstädten" der Europaregion Tirol drei starke Universitäten. „Die Uni Bozen blüht und gedeiht. Sie soll ein spannender und toller Standort bleiben", erklärt Töchterle.
Kritik am Bachelor-Studiengang
Kritik übt der Rektor an den Auswirkungen der Bologna-Reform für Lehrgänge an der Universität Innsbruck. Mit der Einführung des Bachelor-Studiengangs sei das Studium zu sehr verschult worden. Ein akedemischer Grad der nur ausbildet, sei zu wenig, so Töchterle. „Das Studium ist viel zu stark bürokratisiert. Mit der Einführung des dreijährigen Bachelorstudiums hat man mehr Schule an die UNI gebracht, um eine schnelle und gezielte Berufsvorbereitung zu garantieren. Zum Nachteil der Bildung als Wissenschaft."
Geht es nach dem Rektor der Universität Innsbruck sollte das Studium generell freigegeben werden. „Am Schluss sollten die Studenten über Wissen verfügen. Wie sie dort aber hinkommen, sollte jeder selbst entscheiden können."
Die Hochschule sollte nach Humboldts Vorstellungen eine umfassende ganzheitliche Bildung ermöglichen. Töchterle, wie auch sein Kollege Walter A. Lorenz, Rektor der Freien Universität Bozen stellen fest, dass die Studienreform nicht jene Resultate gebracht haben, die sich Universitäten wünschen. Der Auftrag der Universität ist es differenziert und brechend zu agieren und in die Zukunft zu schauen.
Lorenz mahnt auch zur zweckfreien Bildung mit ethischer Haltung an. Es gehört zu den Aufgaben der Universitäten das sittliche Verständnis und Handeln verstärkt ins Bildungssystem einzubinden und zu kommunizieren. „Man hat in der Vergangenheit versäumt der Diskussion über die praktische Philosophie, die sich mit dem menschlichen Handeln befasst, jenen wichtigen Platz einzuräumen, den sie haben sollte", bekräftigt Lorenz.
Studentenporteste: Bogen nicht überspannen
Verständnis zeigt der Rektor der Universität Innsbruck für die Studentetnproteste an Österreichs Universitäten. In Gesprächen mit den Studententen ortet er ein Gefühl, dass diese sich um die Universität betrogen fühlen. „Die Jugend hegt den Drang an der Wissensproduktion teilzuhaben und fühlt sich derzeit nicht ernst genommen" so Töchterle.
Die Studentenproteste helfen, dass vorherrschende Probleme an den Universitäten nach außen getragen werden. Töchterle: „Dies Haltung der Studenten ist Kommunikation an der Universtät im besten Sinne. Der Protestschrei zeigt Wirkung, wird aber mit fortlaufender Dauer zunehmend wirkungslos werden." Der Bogen darf laut Rektor aber nicht überspannt werden.
Personalmangel und der uneingeschränkter Zugang an Österreichs UNI's bedeuten, dass die Einrichtung ihren Auftrag nur mehr bedingt wahrnehmen kann. Dies zum Schaden der Studierenden. „Bei Kindergartenplätze wird diskussionslos akzeptiert, wenn die Kapazitäten erreicht sind und das Boot voll ist. Bei den Universitäten in Österreich ist diese Bereitschaft nicht vorhanden", betont Töchterle.
hofherr communikation Kurt Jakomet
Für Rückfragen: Dr. Kurt Jakomet hofherr communikation gmbh +39/335 53 41 674 www.hofherr.com
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Video_PRunch Rektor_Toechterle_031209
hofherr-tchterle_jakomet.jpg v.l.n.r.: Mag. Georg Hofherr Geschäftsführer hofherr communikation Innsbruck, Direktor Karlheinz Töchterle und Dr. Kurt Jakomet hofherr communikation Südtirol
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