Vermögensverwaltung ist ein Vertrauensgeschäft

Schoellerbank Vorstand Heinz Mayer über die Schuldenproblematik, wie Anleger diese überstehen und gleichzeitig ihre Kaufkraft erhalten
In Zeiten der anhaltenden Schuldenproblematik ist neben den Schulden der Staaten vor allem auch die Bankenkrise ein großes Thema. Großbritannien ist ein Paradebeispiel eines Landes mit relativ niedriger Staatsverschuldung, aber einem verhältnismäßig extrem aufgeblähtem Bankensektor. Die Schoellerbank dagegen hat vor allem in den letzten Krisenjahren eine deutliche Steigerung des Geschäftsvolumens erfahren. So konnte in den letzten anderthalb Jahren eine Steigerung von einer Milliarde Euro verzeichnet werden.
„Wir haben die Probleme rechtzeitig erkannt und richtig reagiert“, betont Vorstandsmitglied Mag. Heinz Mayer. So hat die Schoellerbank auch in den Krisenjahren an dem gewohnt konservativen Veranlagungsstil festgehalten und das Vermögen ihrer Kunden ausschließlich in solide Segmente angelegt. „Dort wo die Masse ist, werden Sie uns nicht finden“, erklärt Mayer und er empfiehlt: „Zukünftig sollten Sie noch stärker in Sachwerte wie Immobilien, Rohstoffe mit Verknappung aber auch Aktien investieren als bisher.“
Tatsächlich könnten letztere auf lange Frist höhere Rendite aufweisen als z.B. Wohnungseigentum, der mit oft unterschätztem Instandhaltungsaufwand verbunden ist. „Immobilien sind ein passabler Wertspeicher, aber aus Rendite-Sicht sind Aktien besser geeignet. Und das Bessere ist bekanntlich der Feind des Guten.“
Den Erfolg der Schoellerbank führt Heinz Mayer großteils auf die Qualität der Vermögensverwaltung zurück: „Vermögensverwaltung ist ein Vertrauensgeschäft. Wir haben das Privileg, vollstes Vertrauen unserer Kunden zu genießen. Gut erkennen lässt sich dies daran, dass uns zwei Drittel unserer Kunden ihr Vermögen in Form von Vermögensverwaltungsmandaten und von unseren Experten gemanagten Fonds anvertrauen. Hier unterscheidet sich die Schoellerbank stark von anderen Banken.
Die „stille Vermögenssteuer“
Nun sind die Schulden in vielen Industrieländern in der Vergangenheit dennoch deutlich stärker gestiegen als die Produktivität. McKinsey hat versucht, diesen riesigen internationalen Schuldenhaufen zu quantifizieren. Gar nicht so einfach, wenn man bedenkt, dass jedes Land so seine Eigenheiten beim Ausweisen seiner Schulden hat.
Noch schwieriger als die Schulden zu zählen, ist allerdings sie zu bewerten. So sind des einen Schulden des anderen Vermögenswerte. Spanien, zum Beispiel, hat aufgrund seiner wenig industrialisierten Wirtschaft Schwierigkeiten, sein Defizit weiter zu finanzieren. Japan dagegen weist zwar eine höhere Verschuldung auf, hat dank seiner hoch entwickelten Industrie damit aber keine Probleme.
Wie gestaltet sich die Zukunft? „Es wird noch schwieriger“, betont das Vorstandsmitglied der Schoellerbank. „Bisher gab es Probleme, aber auch Lösungen dazu.“ Der riesige Schuldenberg der Staaten kann längst nicht mehr einfach mit einem Anstieg der Produktivitäten abgebaut werden. Das Schuldenproblem ist tatsächlich weit über jenen Punkt hinausgewachsen, bis zu dem es Lösungswege gab. Das nun wahrscheinlichste Szenario zur Lösung der aktuellen Problematik: Niedrige Zinsen und Inflation für viele Jahre – die „stille Vermögenssteuer“. Durch dieses „Regime negativer Realrenditen“ sollen Anleger enteignet werden. Mit der entsprechenden Veranlagungsstrategie – nämlich jener in Sachwerte und Aktien – strebt die Schoellerbank jedoch den langfristigen Erhalt des Kapitals und der Kaufkraft ihrer Kunden an.
Die Schoellerbank Vermögensverwaltung
Die Schoellerbank setzt in der Vermögensanlage ihrer Kunden auf den Grundsatz „Investieren statt Spekulieren“. Die Vermögensanlage orientiert sich an Werten wie Verlässlichkeit und Stabilität und ist darauf ausgerichtet, den individuellen Zielen und Bedürfnissen des jeweiligen Kunden zu entsprechen. Sicherheit und der langfristige Erhalt des Kapitals stehen dabei im Vordergrund.
Der konservative Veranlagungsstil der Schoellerbank spiegelt sich auch in der langfristigen Orientierung zur Ausschaltung des Einflusses kurzfristiger wie auch häufig verlustträchtiger Trends wider. Ebenso hat die konsequente Vermeidung von Bonitätsrisiken höchste Priorität. Das Credo lautet: „Performance ist wichtig – aber Vermögen schmälernde Fehler zu vermeiden, ist zehn Mal wichtiger!“.
Zur Person: Mag. Heinz Mayer
Der 47-jährige gebürtige Linzer begann seine Karriere 1990 in der Allgemeinen Sparkasse Oberösterreich. Zwei Jahre lang war Mayer dort in der Anlagenberatung tätig.
1993 wurde der studierte Wirtschaftsinformatiker zum Leiter der Vermögensverwaltung der SKWB. Ein Jahr später wurde er zum Vorsitzenden bzw. stellvertretenden Vorsitzenden des Aufsichtsrates bestellt. Nach sechs Jahren Aufbauarbeit an der Vermögensverwaltung ernannte man Heinz Mayer schließlich zum Abteilungsdirektor der Vermögensverwaltung der SKWB.
Nachdem es im September 1998 zur Fusion der SKWB und der Schoellerbank kam, wurde Mayer zum Direktor der gesamten Vermögensverwaltung ernannt. Seit März 2001 ist er Vorstandsmitglied der Schoellerbank AG. Heinz Mayer ist verheiratet und hat zwei Kinder.
Zur Schoellerbank
Die 1833 gegründete Schoellerbank ist eine 100%ige Tochter der UniCredit Bank Austria und in die Division „Private Banking“ der UniCredit Group eingebunden.
Mit 13 Standorten (Wien, Innsbruck, Salzburg, Linz, Wels, Bregenz, St. Pölten, Graz, Klagenfurt, Villach) in Österreich gilt die Schoellerbank als größte und einzige österreichweit präsente Privatbank, beschäftigt insgesamt 326 Mitarbeiter.
Zum Jahresende 2011 betreut die Bank rund 23.700 Kunden. Das für die Kunden verwaltete Vermögen beläuft sich zum 31. Dezember 2011 auf 7,36 Mrd Euro; dies entspricht einem Zuwachs von 230 Mio Euro gegenüber dem Vorjahreswert von 7,13 Mrd Euro.
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